Im Norden von Alaska dokumentieren Grizzlybären in einem Forschungsprojekt ihr eigenes Leben - mit Kameras an Halsbändern.

Fachleute von der Washington State University wollen damit vor allem rausfinden, was die Bären fressen. Die Tiere müssen sich in nur vier Monaten genug Fettreserven zulegen, damit sie acht Monate Winterschlaf überleben. Videos aus dem ersten Jahr des Projektes zeigen, dass die Bären nach dem Aufwachen aus dem Winterschlaf erstmal die Kadaver von Hirschen oder Moschusochsen fressen, die im Winter verendet sind. Danach greifen sie Hirschkälber an. Im Sommer werden sie zu Vegetariern und fressen vor allem Blaubeeren.

Die Videos könnten laut den Forschenden auch dabei helfen, die Winterquartiere der Bären zu finden. In diesen Gebieten dürfen Ölgesellschaften nämlich keine Straßen zu neuen Bohrstellen bauen.

Um den Bären die Kamera-Halsbänder anzulegen und wieder abzunehmen, haben die Forschenden sie mit Betäubungspfeilen beschossen. Die Kameras liefern wohl gute Bilder, nur manchmal sind Barthaare im Bild.