Vor Copy and Paste und dem Buchdruck gab es nur Abschreiben - und das war wohl gar nicht so gut für manche Überlieferungen.

Forschende aus Frankreich haben im Fachmagazin PNAS Nexus untersucht, wie viel verloren gegangen sein könnte: durch Fehler oder weil bewusst Passagen verändert oder weggelassen wurden. Ermittelt wurde das an Texten mit Rittergeschichten aus dem 12. Jahrhundert - so etwas wie die Sagen um König Artus und seine Ritter zum Beispiel.

Die Forschenden haben aus alten Texten und deren Abschriften Stammbäume erstellt - und auf deren Basis hochgerechnet, wie sie sich entwickelt haben.

Zu den Ergebnissen gehört: Mehr als die Hälfte der Texte ist wohl verloren gegangen. Dass ein Original von damals bis heute überliefert wurde, das gibt es praktisch nicht.