Bei manchen bricht er aus, allein wenn sie das Wort "Herpes" hören.

Andere tragen das Virus in sich, aber es zeigt sich nie. Fest steht, dass das Virus in verschiedenen Varianten die Menschheit schon seit vielen Jahrhunderten begleitet. Forschende unter anderem der Uni Wien haben über 4.000 Skelettproben aus ganz Europa untersucht. Die älteste stammt von einem jungen Mädchen aus Italien und könnte etwa 2.500 Jahre alt sein. Auch in ihrer DNA haben die Forschenden genetische Überreste einer Herpesvariante entdeckt.

Die Erkenntnisse zeigen, wie clever Herpes den Menschen genutzt hat, um selbst fortzubestehen. Eine außergewöhnliche Variante schafft es zum Beispiel, sich in menschliche Chromosomen einzuschleusen. Dort wartet sie darauf, vom Wirt durch Vererbung an die nächste Generation weitergegeben zu werden. In manchen Fällen klappt das auch: Etwa 1 Prozent der Menschen tragen solche vererbten Viruskopien noch heute in sich.