Virus

Kamele in Saudi-Arabien bekommen Mikrochip wegen MERS

Alle Kamele in Saudi-Arabien sollen jetzt Mikrochips verpasst bekommen.

Dadurch erhoffen sich die Behörden in dem islamischen Königreich, dass sie die Ausbreitung des tödlichen Coronavirus MERS verhindern können. Denn Wissenschaftler haben Hinweise für eine direkte Übertragung zwischen Kamelen und Menschen gefunden. Auf den Mikrochips, die die Tiere erhalten, sollen Informationen über den Züchter und die Herkunft gespeichert werden.

Die saudischen Behörden empfehlen Menschen, die mit Kamelen in Kontakt kommen, Handschuhe und Mundschutz zu tragen.

Saudi-Arabien ist weltweit am stärksten vom MERS-Virus betroffen. Seit September 2012 haben sich allein in dem Land mehr als 400 Menschen infiziert. Betroffene haben erst grippeähnliche Symptome. Das Virus kann aber auch zu Nierenversagen und schweren Lungenentzündungen führen. Mehr als 40 Prozent der Erkrankten sterben. Einen Impfstoff gibt es nicht.