Kuckucksvögel gibt es in vielen Regionen auf der Welt, und sie haben eins gemeinsam:

Sie ziehen ihre Jungen nicht selbst auf, sondern legen ihre Eier einzeln in die Nester anderer Vogelarten. Sobald das Kuckucks-Küken schlüpft, schubst es den eigentlichen Nachwuchs aus dem Nest und lässt sich als Einzelkind großziehen. Kein Wunder, dass Kuckucksvögel bei anderen Vögeln nicht gerade beliebt sind. Sie warnen sich sogar gegenseitig vor den Eindringlingen.

Ein internationales Biologie-Forschungsteam schreibt im Fachmagazin Nature Ecology and Evolution, dass mehr als 20 Vogelarten in unterschiedlichen Weltregionen einen fast identischen Ruf verwenden, um vor dem Kuckuck zu warnen. Dadurch werden Artgenossen angelockt, die beim Kuckuck-Verscheuchen helfen. Diesen Warnlaut verstehen wohl auch andere Vogelarten, sogar welche, die den Laut selbst nicht beherrschen.

Die Forschenden sehen das Ganze auch als Hinweis auf den Ursprung von Sprache. Ähnlich wie bei Menschen wird einem bestimmten Laut eine spezielle Bedeutung zugeordnet, in diesem Fall, dass durch einen Kuckuck Gefahr droht für den Nachwuchs.