Nicht jeder Vogel kann fliegen.

Das kann man unter anderem wohl an der Struktur seiner Federn erkennen. Zwei Forscher des Field-Museums in Chicago haben sich die Federn von rund 350 Vogelarten genauer angeschaut - und einen Unterschied zwischen flugfähigen und flugunfähigen Arten entdeckt.

Flugfähige Arten haben im Bereich der Hand immer zwischen neun und elf Schwungfedern. Flugunfähige dagegen deutlich mehr oder weniger: ein Pinguin zum Beispiel um die 40, ein Emu gar keine. Schwungfedern bilden die Tragfläche eines Flügels, sind also zum Fliegen unentbehrlich.

Mit der Entdeckung können die Forscher jetzt auch besser einschätzen, ob die Vorfahren der heutigen Vögel, bestimmte Dinosaurier fliegen konnten. Es zeigte sich, dass Flugsaurier ebenfalls neun bis elf Schwungfedern im Bereich der Hand hatten. Vögel, die nicht fliegen können, entwickelten sich also erst später.

Die Forscher gehen anhand ihrer Ergebnisse auch davon aus, dass sich das Fliegen wohl nur einmal im Laufe der Evolution entwickelte - nicht öfter, zu verschiedenen Zeitpunkten. Das wird in der Forschung immer wieder diskutiert.