Steinböcke schaffen es an fast senkrechten Felswänden entlangzuklettern.

Und in solch schwer zugänglicher Umgebung waren vor rund 300.000 Jahren auch schon die Neandertaler unterwegs. Sie haben dort Steinböcke gejagt. Das schreiben Forschende im Fachmagazin Quarternary Science Reviews. Sie haben Überreste aus einer Höhle in Serbien untersucht, aus einer besonders frühen Zeit der Neandertaler und dort auch Steinbock-Knochen gefunden.

Die zeigen laut der Studie, dass die Neandertaler die Beute dann auf vielfältige Weise genutzt haben. Die frühen Menschen häuteten und schlachteten die Tiere und rösteten die Knochen, wohl um an das Mark zu kommen. Mit dem Fett könnten sie auch das Feuer weiter geschürt haben. Andere Knochen zeigen, dass die Neandertaler wohl auch die Sehnen verwendeten, möglicherweise für Seile oder Netze.

In der Höhle machte das Forschungsteam verschiedene Bereiche für spezialisierte Aufgaben aus. In der Mitte der Herd, dahinter stapelten sich ausrangierte Knochen. Und im Eingangsbereich gab es eine Art Werkstatt.