Aber: Nur, weil ein Vulkan so lange keine Lava oder Asche mehr ausgespuckt hat, ist er nicht automatisch harmlos. Das zeigen Untersuchungen der ETH Zürich an dem griechischen Vulkan Methana. Das Team schaute sich Zirkon-Kristalle an, die der Vulkan bei verschiedenen Ausbrüchen über einen Zeitraum von 700.000 Jahren ausgespuckt hatte. Die Kristalle funktionieren laut den Forschenden wie winzige Zeitkapseln, drin stecken Daten darüber, wie, wann und unter welchen Bedingungen sie entstanden sind.
Und: Die Zeit, wo am meisten Kristalle im Untergrund entstanden, war die, wo der Vulkan oberirdisch mehr als 100.000 Jahre ruhig war. Das Team sieht das als klares Zeichen dafür, dass es unterirdisch sehr aktiv zuging und sich die Magmakammern immer mehr füllten - ohne Ausbruch.
Die Forschenden sagen: Ihre Entdeckung zeigt, dass auch lange ruhende Vulkane weiter genau überwacht werden sollten. Denn wenn diese über Jahrtausende still wachsen, könnten sie sich quasi im Geheimen zu riesigen Systemen entwickeln - die bei einem Ausbruch ganze Regionen zerstören könnten.
