Wenn Wälder brennen, sind die direkten Folgen ziemlich deutlich: Bäume und Sträucher gehen in Flammen auf, Lebensräume werden zerstört.

Der Schaden, den der Rauch auch weiter weg anrichten kann, ist weniger sichtbar. Eine Umweltökonomin der ETH Zürich und ihr Forschungskollege haben das jetzt bei Vogelpopulationen in den USA untersucht.

Sie haben Daten aus der North American Breeding Bird Survey rangezogen von Freiwilligen, die Vögel auf bestimmten Routen gezählt haben. Die beiden Forschenden haben sich hunderte solcher Routen angeschaut, zwischen den Jahren 2008 und 2022. Wenn ein Gebiet einmal stärker von Waldbrandrauch betroffen war - dann war die Vogelvielfalt in der darauffolgenden Brutsaison geringer. Konkret sank die Zahl der festgestellten Arten um etwa drei Prozent. In Gebieten mit besonders viel Rauch sank die Artenzahl noch deutlich mehr. Den Effekt von anderen Faktoren auf die Vielfalt, wie die Folgen von Hitze und Dürre, hatten die Forschenden vorher rausgerechnet.

Für die Forscherin zeigt ihre Studie eine Folge von Waldbränden, die bei Schadensbewertungen bisher zu kurz kommt. Denn Vögel spielen eine wichtige Rolle im Ökosystem - sie verteilen Samen, bestäuben teils Pflanzen oder fressen Schädlinge. Wenn ihre Vielfalt sinkt, kann das also Folgen haben, auch für Land- und Forstwirtschaft.