Denn die großen schwarzen Ibis-Vögel waren in Mitteleuropa fast ausgestorben und werden seit einigen Jahren aus Zoos ausgewildert. Zum Sommerende bekommen sie auch den Drang, wegzufliegen - aber sie fliegen von sich aus nicht unbedingt in Richtung Südeuropa, wo es gute Winterquartiere gibt. Deswegen fliegen auch dieses Jahr wieder Menschen voraus - per Ultraleichtflugzeug. Vor knapp zwei Wochen ging es in Bayern los, jetzt haben die 36 Waldrappe und ihre menschlichen Betreuer schon elf Etappen hinter sich und sind in Frankreich. Das Ziel ist Andalusien in Spanien, Anfang Oktober sollen die Vögel dort ankommen.
Bis vorletztes Jahr ging es nach Italien, wegen des Klimawandels wird die klassische Route über die Alpen aber schwieriger - weil es länger warm ist, fliegen die Waldrappe immer später los, und geraten dann über den Alpen oft in gefährlicheres Flugwetter. Das wollen die Tierschützenden verhindern, weil der Waldrapp noch immer gefährdet ist.