Weltweit wird weiterhin viel Wald zerstört.

Zu viel, um die Entwaldung der Erde bis 2030 zu beenden, so wie es auf der UNO-Klimakonferenz vor drei Jahren vereinbart wurde. Laut dem aktuellen Waldzustandsbericht wurde 2023 weltweit Wald auf einer Fläche fast so groß wie Lettland zerstört. Fast die komplette Entwaldung fand in tropischen Regionen statt, am meisten in Brasilien, Indonesien, Bolivien und der Demokratischen Republik Kongo. Ursachen seien vor allem Landwirtschaft, Straßenbau, Brände und kommerzielles Holzfällen. Dadurch verfehlten Afrika, Asien, Lateinamerika und die Karibik allesamt ihre Zwischenziele auf dem Weg zur Null-Abholzung bis 2030. Verantwortlich dafür sind aber nach Ansicht der Autorinnen und Autoren des Berichts vor allem die Industrieländer. Dort müssten die Menschen ihren exzessiven Konsum überdenken und die Länder mit viel Wald unterstützen.

Heute stellt Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir auch den Bericht zum Zustand der deutschen Wälder vor.