Der Mond ist aufgegangen, die hellen Sternlein prangen - oder sind es doch nur Satelliten?

Ein Gutachten der Europäischen Südsternwarte, ESO, warnt davor, dass mit den aktuellen Anträgen für neue Satelliten die Grenze dessen überschritten wird, was die Astronomie verkraften kann. Die vielen neuen Satelliten würden den Nachthimmel drastisch aufhellen. Heißt: In Zukunft würde man nachts zu bestimmten Zeiten tausende Satelliten sehen - in etwa so viele wie derzeit Sterne am Nachthimmel.

Und nicht nur das: Selbst wenn die Satelliten selbst nur gering leuchten, erzeugen sie Lichtschleier. Dadurch verschwindet alles, was im Hintergrund ist - das würde die Sternbeobachtung von der Erde nahezu unmöglich machen. Die ESO fordert daher in ihrem Gutachten, die Zahl der Satelliten auf 100.000 zu begrenzen.

Millionen neue Satelliten geplant

Derzeit gibt es etwa 14.000 Satelliten in einer erdnahen Umlaufbahn.
Unternehmen wie Space X oder Reflect Orbital planen insgesamt mehr als
1,7 Millionen weitere Satelliten ins All zu bringen. Aktuell berät die
US-Behörde FCC darüber, ob und wieviele Satelliten US-Unternehmen ins
All schicken dürfen.