Eigentlich ist es schon verrückt - wenn wir auf Klo gehen, spülen wir literweise bestes Trinkwasser weg, dabei könnte die Spülung auch mit Regenwasser laufen. Theoretisch.

Das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung hat sich für das Umweltbundesamt angeguckt, wie es aussieht mit der Regenwassernutzung in Haushalten und Betrieben. Denn durch den Klimawandel bleibt es häufiger trocken und Wasser sparen ist angesagt.

Die Studie stellt fest, dass es in Deutschland große regionale Unterschiede gibt, wie viel Regenwasser genutzt werden könnte und ob das wirtschaftlich ist. Zum Beispiel in Berlin, mit wenig Regen, könnte in dicht besiedelten Gegenden 17 Prozent Trinkwasser eingespart werden. In München, das eher hohe Regenmengen hat, liegt das Einsparpotenzial bei fast einem Viertel.

Größer sind die Potenziale in der Industrie und im Gewerbe. Über die großen Dachflächen könnte mehr Regenwasser gesammelt werden, als die Belegschaft braucht. Und die Firmen könnten das Wasser auch zur Kühlung nutzen oder zum Bewässern von Grünanlagen. Das kann sich finanziell auch lohnen.