In den letzten Jahren hatten Flüsse in Deutschland im Sommer oft Niedrigwasser.

Helfen könnten da mehr Wasserpflanzen. Das zeigt eine Studie an der Spree südöstlich von Berlin. Forschende des Leibniz Institus für Gewässerökologie und Binnenfischerei haben einen rund 30 Kilometer langen Abschnitt untersucht. Es zeigte sich, dass Wasserpflanzen im Sommer für einen Wasseranstieg sorgten - um bis zu 60 Zentimeter im Gegensatz ihn Zeiten ohne Bewuchs.

Durch die Spree fließt seit Jahrzehnten immer weniger Wasser - weil flussaufwärts in der Lausitz ehemalige Tagebergbaue geflutet wurden. In dem beobachteten Abschnitt stauten die Pflanzen das Wasser und glichen den Mangel damit aus. Außerdem stieg in dem Gebiet auch das Grundwasser an.

Künstliche Barrieren und Totholz stauen ebenfalls Wasser - allerdings auch im Winter, und können so Hochwassersitutationen verschärfen. Die Wasserpflanzen wachsen dagegen vor allem im Sommer - wenn sie gebraucht werden.