Forschende haben mehr über das Wasser rausgefunden, in dem die Menschen im antiken Pompeji gebadet haben. Kurz gesagt: Das Wasser damals war ganz schön schmutzig.

Es geht um die Zeit 600 Jahre bis 100 Jahre vor Christus, also vor über 2000 Jahren. Forschende unter anderem von der Uni Mainz und der FU Berlin haben Wasserleitungen, Brunnen und Badestellen von damals untersucht und schließen aus bestimmten organischen Resten, dass im Wasser in den Badehäusern damals Schweiß, Hauttalg und Urin drin waren. Sie schreiben, dass das Wasser damals sehr aufwändig von Sklaven aus Brunnen nach oben gepumpt werden musste - mit einer Art Tretrad. Deswegen wurde es wohl nur einmal pro Tag gewechselt.

Das änderte sich später, da wurde Pompeji an ein großes oberirdisches Wasserleitungs-Netz angeschlossen. Und ab da konnte das Badewasser dann öfter gewechselt werden.

Die Forschenden fanden im Badewasser auch schwankende Ablagerungen von vulkanischem Kohlendioxid im Grundwasser. Das könnte ein Zeichen sein, dass der Vesuv schon damals aktiv war. Ein Vesuv-Ausbruch hat die Stadt Pompeji im Jahr 79 n. Chr. unter sich begraben.