Das Wattenmeer verändert sich mit der Erderwärmung so schnell wie noch nie.

Das schreiben Forschende des Alfred-Wegener-Instituts in einem Bericht. Darin steht auch, dass das Meerwasser im Wattenmeer in den letzten 60 Jahren um fast zwei Grad wärmer geworden ist. Das sei fast doppelt so viel wie im Durchschnitt der Meere weltweit. Manche Fischarten wandern deshalb in kühlere Gewässer ab und es kommen neue wärmeliebende Arten von anderswo ins Wattenmeer. Pazifische Austern haben inzwischen riesige Riffe gebildet, Algen aus Asien wachsen zu Unterwasserwäldern. Der Meeresspiegel in der südöstlichen Nordsee steigt laut dem Bericht um etwa 2 Millimeter pro Jahr - und das schon seit mehr als hundert Jahren. Das verändert die Gestalt der Küste und den Transport von Sand.

Das Forschungsteam rät dazu, Schutzmaßnahmen und Tourismuskonzepte an die neuen Bedingungen anzupassen.