Sie haben so etwas wie eine eingebaute Taschenlampe - und die erleichtert Spinnentieren offenbar die Partnersuche.

Diesen Trick der Natur vermutet ein Forschungsteam aus München bei Krabbeltieren aus dem Regenwald. Die Gruppe entdeckte bei Exkursionen nachts fünf Weberknechtarten mit jeweils unterschiedlichen Rückenmustern. Während diese Muster bei Tageslicht weiß erscheinen, leuchten sie bei schwachem Licht blau-grün.

Das Team geht davon aus, dass das Muster und das Leuchten entscheidende Hinweise sind: Die Spinnentiere könnten so womöglich ihre Artgenossen erkennen – auch bei Nacht und in der Dämmerung, wenn die Weberknechte am aktivsten sind. Partner der gleichen Art sicher zu erkennen, ist wichtig für die Paarung.

Das Phänomen, dass Körperstrukturen leuchten, nennt sich Biofluoreszenz und ist bei Tieren weit verbreitet. Oft weiß man aber nicht, welche Funktion dahinter steckt.