Wenn Mülldeponien genug Futter hergeben, kann das das Verhalten von Vögeln komplett verändern.

Forschende haben Weißstörche in Polen beobachtet. Aufgefallen ist unter anderem, dass die Tiere dort weniger Zeit für die Futtersuche verwendeten - wohl, weil die Müllkippe ja eine zuverlässige Nahrungsquelle ist. Die Störche waren auch größer und schwerer als Artgenossen, die sich auf natürliche Weise ernähren. Außerdem konnten sich die Tiere mit dem Müll mehr Fettreserven anfressen.

Allerdings wurden bei den Weißstörchen von der Deponie auch Hinweise auf DNA-Schäden gefunden - möglicherweise, weil sie dort mit dem Futter auch Schadstoffe aufnehmen.

Von Weißstörchen aus Spanien ist dokumentiert, dass sie ihr Verhalten als Zugvögel aufgegeben haben - und nicht mehr nach Afrika fliegen, sondern bleiben, weil das Angebot an Nahrung immer ausreicht.

Die Ergebnisse wurden auf einer Konferenz in Italien vorgestellt (SEB Conference 2026).