Dabei handelt es sich um den rund zwölf Meter langen oberen Teil einer Rakete, der vor anderthalb Jahren zwei Mondlande-Fähren ins All gebracht hatte und seitdem unkontrolliert durchs All fliegt. Fachleute rechnen damit, dass das Raketenteil mit rund 8.700 Kilometern pro Stunde auf der Vorderseite des Mondes auftrifft – mit einer Wucht, die etwa drei Tonnen TNT entspricht. Dabei soll ein etwa 27 Meter großer Krater entstehen.
Der eigentliche Einschlag wird von der Erde aus vermutlich mit bloßem Auge nicht zu sehen sein. Für Forschende ist das spannend: Sie wollen beobachten, wie sich Staub und Trümmer auf dem Mond ausbreiten und daraus Erkenntnisse für künftige Mondmissionen gewinnen. Gleichzeitig zeigt der Vorfall auch ein größer werdendes Problem: Im All wird es durch immer mehr Weltraumschrott zunehmend voller. Es ist das zweite Mal, dass eine ausgediente Rakete versehentlich auf dem Mond einschlägt.
