Wie viel Staub fällt jeden Tag aus dem Weltall auf die Erde?
Diese Frage haben Forschende aus Frankreich beantwortet. Dafür haben sie Schneeproben in der Antarktis gezogen. Denn dort gibt es besonders wenig sonstigen, irdischen Staub und in den meterdicken Schneeschichten sind die Staub-Ablagerungen vieler Jahre dauerhaft konserviert. So konnten die Forschenden abschätzen, wie viel kosmischer Staub pro Jahr auf eine bestimmte Fläche fällt - das Ergebnis haben sie anschließend auf den Rest der Erde hochgerechnet.
Weltraumstaub bringt mehr Material auf die Erde als Meteoriten
Sie kommen zu dem Schluss, dass jedes Jahr etwa 8.800 Tonnen Weltraumstaub auf die Erde fallen. Das sind mehr als 24 Tonnen pro Tag. Damit bringt die Dauer-Berieselung der Erde mehr Material aus dem All als die eher seltenen Einschläge größerer Meteoriten. Die Autoren der Studie vermuten, dass der Weltraumstaub auch eine wichtige Rolle dabei gespielt hat, alle nötigen Grundstoffe für die Entstehung des Lebens auf die Erde zu bringen.
