Können Menschen im Weltall Kinder zeugen?

Eine Simulations-Studie im Fachjournal Communications Biology zeigt, dass es da Probleme gibt: Spermien haben in der Schwerelosigkeit Navigationsprobleme. Einige schaffen es trotzdem zur Eizelle. Das weibliche Hormon Progesteron scheint ihnen dabei helfen zu können. Aber selbst wenn die Befruchtung klappt, bilden sich nicht immer Embryonen, und deren Entwicklung kann auch verzögert laufen. Daher sagen die Forschenden, dass der Weg zu einem echten Weltraumbaby noch weit ist. Aber sie halten es für möglich.

Die Studie lief nicht in der echten Schwerelosigkeit ab, sondern im Labor mit künstlicher Schwerelosigkeit. Da wurden Spermien von Menschen, Mäusen und Schweinen durch einen kleinen Kunststoff-Parcours geschickt, der die weiblichen Fortplanzungsorgane nachbilden sollte. Bei den Tieren wurden auch Eizellen befruchtet und die frühe Embryoentwicklung verfolgt. Früher gab es auch schon Tests mit Mäuse-Embryonen an Bord von Raumschiffen oder Satelliten. Da kam als weiteres Problem noch die Strahlung im Weltraum dazu.