Mit der Artemis-3-Mission will die US-Raumfahrtbehörde Nasa in Zukunft Mondlandungen vorbereiten.
Jetzt steht fest, einer der vier Astronauten an Bord wird der Italiener Luca Parmitano sein. Das hat die Nasa bekanntgemacht. Damit ist zum ersten Mal ein Astronaut aus Europa beim Nasa-Mondprogramm dabei, und zwar früher als bisher angenommen. Eigentlich war das erst für die Artemis-4-Mission geplant.
Einen deutschen Raumfahrer wird es nicht auf der Mission nächstes Jahr nicht geben. Für Artemis 4 ist noch nicht abschließend geklärt, ob ein Deutscher in Richtung Mond mitfliegen soll. Eigentlich war das nämlich so geplant.
Warum es Parmitano geworden ist
Den Ausschlag für Parmitano habe das von der Nasa vorgegebene Anforderungsprofil gegeben, sagte ESA-Chef Josef Aschbacher. "Sie haben ganz konkret einen Testpiloten gesucht und in unserem Astronautencorps gibt es nur einen Testpiloten und das ist Luca Parmitano."
Der Italiener ist verheiratet und hat zwei Kinder. Er wurde an der italienischen Luftwaffenakademie ausgebildet und hat einen Abschluss in experimenteller Flugtest-Technik. Parmitano war Testpilot der italienischen Luftwaffe. Er wurde 2009 als Esa-Astronaut ausgewählt und war mehrfach an Andockmanövern an die ISS beteiligt.
Außerdem ist mit Parmitano ein ganz besonderes Stück Raumfahrtgeschichte verbunden: Er wäre 2013 beinahe der erste Mensch geworden, der im Weltall ertrank. Bei einem Außeneinsatz hatte sich sein Helm mit Wasser gefüllt, er hatte es knapp zurück an Bord geschafft.
Was Artemis 3 macht
Anders als ursprünglich geplant ist bei der rund zweiwöchigen Artemis 3-Mission keine Mondlandung vorgesehen. Stattdessen soll das Koppeln des Raumschiffs "Orion" mit Mondlandesystemen getestet werden.
Die Mission soll dazu dienen, die Technik für eine geplante Mondlandung vorab zu testen, möglichst nahe an der Erde. Im Fall von Problemen soll die Crew innerhalb von Stunden in Sicherheit gebracht werden können.
