Die Nasa hat mehr als hundert Baby-Tintenfische ins All geschossen.
Die Tiere sind gestern [Donnerstag] Abend mit einer Falcon-9-Rakete von Space-X zur Internationalen Raumstation ISS gestartet – zusammen mit weiterer Ausrüstung und Material. Auf der ISS sollen dann Experimente mit den jungen Tintenfischen und rund 5000 weiteren mikroskopisch kleine Tiere gemacht werden, um besser zu verstehen, wie Raumfahrt auf Mensch und Tier wirkt. Die Erkenntnisse könnten dabei helfen, Raumfahrerinnen und Raumfahrer auch auf längeren Missionen im All gesund zu halten. Denn die Tintenfische haben laut Nasa ein ähnliches Immunsystem wie wir Menschen.
Konkret geht es darum, dass wir für ein gesundes Verdauungs- und Immunsystem angewiesen sind auf Mikroben. Die Experimente sollen klären, wie sich Schwerelosigkeit und Raumfahrt auf beides auswirken.
Die Rakete soll morgen [Samstag, 5.6.2021] an der ISS andocken. An Bord sind auch zwei von sechs neuen Sonnenkollektoren, um die Stromversorgung auf der Raumstation zu gewährleisten. Die Sonnensegel sollen in den kommenden Monaten bei mehreren Weltraumspaziergängen von der Besatzung installiert werden - dafür muss der Roboterarm der ISS sie vorher entfalten. An dem Arm war zuletzt ein fünf Millimeter großes Loch entdeckt worden, nachdem dort ein Weltraum-Partikel eingeschlagen war. Aber das Gerät ist laut der zuständigen kanadischen Raumfahrtagentur CSA weiter voll einsatzfähig.
