Bei den aktuellen Weltraum-Missionen könnten die Ergebnisse aus Europa und den USA nicht unterschiedlicher sein.

Während die Europäer eine Schlappe erleiden, herrscht bei der US-Weltraumbehörde Nasa Jubelstimmung.

Die europäische Weltraumbehörde Esa, Spanien und Frankreich wollten Satelliten ins All bringen, die von dort aus die Erde und elektromagnetische Strahlung beobachten sollten. Dieses Projekt ist heute gescheitert. Die Rakete, die die Satelliten hochbringen sollte, war gerade acht Minuten in der Luft, dann hat das zuständige Raumfahrtunternehmen Arianespace festgestellt, dass die Rakete nicht mehr auf der richtigen Flugbahn ist. Damit ist die ganze Mission gescheitert, die Rakete und die Satelliten an Bord werden abstürzen und kaputt gehen.

Eine andere Weltraum-Mission hat geklappt: Die US-Weltraumbehörde Nasa hat zum ersten Mal wieder Astronauten zur ISS gebracht, ohne dafür von Russland abhängig zu sein.

Drei Astronauten und eine Astronautin aus den USA und Japan sind mit einer privaten Weltraumkapsel von den USA aus zur ISS geflogen und haben heute früh gegen 4 Uhr erfolgreich angedockt. Der Flug dorthin hatte etwa 27 Stunden gedauert. Die neue Astronauten-Gruppe soll sechs Monate auf der ISS bleiben und forschen.

In den letzten Jahren mussten die USA all ihre Astronauten von Russland zur ISS fliegen lassen, weil die Nasa selbst nicht die Technik dafür hatte. Jetzt wurde der Transport vom privaten Unternehmen SpaceX übernommen. Sowohl die Transport-Kapsel als auch die Rakete, mit der die Kapsel ins All gebracht wurde, wurden von SpaceX entwickelt. Die Nasa will in Zukunft viele Teile der US-Weltraumprojekte an private Firmen outsourcen. SpaceX soll auch nächstes Jahr wieder Menschen ins All bringen, möglichweise auch Weltraumtouristen oder Promis.