Eine Studie im Journal of Marriage and Family deutet darauf hin, dass das auch mit den Aufgaben zusammenhängt, die Mütter nach der Geburt im Job übernehmen. Das sind dann oft weniger analytische Aufgaben oder komplexe Tätigkeiten, bei denen Probleme gelöst oder neue Situationen bewältigt werden müssen. Auch interaktive Aufgaben wie Beratung und Koordination gehen laut den Forscherinnen zurück. Genau solche Aufgaben seien aber oft mit besseren Karrierechancen verbunden.
Für die Studie wurden Daten von fast 2.000 Frauen aus dem Nationalen Bildungspanel ausgewertet und deren Tätigkeiten vor und nach einer Geburt verglichen. Besonders deutlich ist der Effekt bei Frauen, die nach der Geburt ihre Arbeitszeit reduzieren. Wenn die Arbeitszeit gleich bleibt, verändert sich das Aufgabenprofil dagegen kaum.
Laut den Autorinnen sprechen die Ergebnisse vor allem dafür, dass Belastungen durch die Vereinbarkeit von Beruf und Familie eine Rolle spielen. Längere Elternzeiten oder Jobwechsel konnten den Rückgang anspruchsvoller Aufgaben dagegen nicht erklären.
