Wettervorhersagen sind wichtig - zum Beispiel, um die Ernte zu planen oder damit Behörden vor Hitzewellen warnen können.

Wie genau diese Prognosen sind, hängt laut einer neuen Studie aber davon ab, wo auf der Welt man lebt. Forschende unter anderem von der Goethe-Uni in Frankfurt haben weltweit Sieben-Tage-Wettervorhersagen mit dem tatsächlichen Wetter verglichen. Ein Ergebnis: Je ärmer ein Land ist, desto ungenauer sind im Schnitt die kurzfristigen Temperaturvorhersagen. Gerade in diesen Ländern sind aber viele Menschen vom Wetter abhängig, unter anderem in der Landwirtschaft.

Die ungenaueren Vorhersagen lassen sich einmal geografisch erklären: Kurzfristige Wetterprognosen sind wohl besonders in den Tropen schwierig, wo viele ärmere Länder liegen. Die meisten dieser Länder haben aber auch weniger Messstationen. Und: Viele nationale Wetterdienste in ärmeren Ländern müssen auf ungenauere internationale Wettermodelle zurückgreifen. Die Forschenden sagen, man könnte durch internationale Zusammenarbeit die Wetterbeobachtungen in ärmeren Ländern verbessern und damit auch die Vorhersagen.