Dabei bewertet eine Fachperson zum Beispiel, wie entspannt ein Hund auf Fremde reagiert und wie aufmerksam oder freundlich das Tier ist. Das ist natürlich nie ganz objektiv. Ein südkoreanisches Forschungsteam stellt deshalb jetzt im Fachmagazin PLOS One eine potenzielle neue Methode vor. Es hat mit 24 Hunden einen Wesenstest gemacht, und davor und danach Speichelproben genommen. Die Analyse ergab: Bei den Hunden, die im Test viele wünschenswerte Eigenschaften zeigten, war wenig vom Stresshormon Cortisol im Speichel, und dafür viel vom Glückshormon Serotonin. Laut den Forschenden haben schon frühere Studien einen Zusammenhang zwischen diesen Hormonspiegeln und weniger aggressivem Verhalten bei Hunden gezeigt. Sie sagen, dass auch sie erstmal nur einen statistischen Zusammenhang festgestellt haben. Aber es könnte ein Ansatz sein, um das Wesen von Hunden objektiver zu beurteilen.
Ob ein Hund als Haustier oder Blindenhund geeignet ist, kann man mit einem sogenannten Wesenstest überprüfen.
