Vor der westaustralischen Küste trotzen einige Korallenriffe der rekordverdächtigen Hitze dort.

Im Fachmagazin Current Biology schreiben Forschende von zwei australischen Unis, dass sie die widerstandsfähigen Korallen im Indischen Ozean, etwa 60 Kilometer vor der Küstenstadt Geraldton, entdeckt haben. Sie waren auch in Labortests fast viermal widerstandsfähiger gegen Ausbleichen als andere Korallen. Viele Riffe vor der westaustralischen Küste oder auch im Great Barrier Reef vor der Ostküste bleichen wegen Erwärmung aus und sterben ab.

Die Forschenden wollen die Superkräfte der entdeckten Korallen noch genauer untersuchen. Sie vermuten aber, dass der Grund spezielle Algen sind, die in der Übergangszone zwischen tropischen und gemäßigten Gewässern mit den Korallen zusammenleben und sie mit Energie versorgen. Eine Studienautorin sagt, dass dieses Refugium Hoffnung macht. Denn es zeigt, dass es noch gesunde Korallenriffe gibt. Um ihr Überleben zu sichern, müssten weltweit die Treibhausgase drastisch reduziert werden.