Einige Fachleute warnen, dass das Klimaphänomen El Niño in den nächsten Monaten ungewöhnlich stark ausfallen könnte - von einem Super-El-Niño ist auch die Rede. Der Klimaforscher Mojib Latif vom Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung in Kiel sagt: Das Risiko liegt bei 50:50. Wie stark El Niño wird, sei vor allem abhängig von Windschwankungen - die seien noch nicht vorhersehbar.
Sollte El Niño stark ausfallen, könnte das Wetter in Deutschland etwas kälter und nasser werden. Die Klimaforscherin Daniela Domeisen von der ETH Zürich sagt aber, die Auswirkungen auf Europa insgesamt wären wohl eher gering. Denn: Europa liegt weit weg vom tropischen Pazifik, wo El Niño entsteht.
Bei dem natürlichen Klimaphänomen erwärmt sich in der Nähe vom Äquator ein Teil des Pazifiks. Unter bestimmten Bedingungen kann das in Südamerika und Ostafrika zu Überschwemmungen führen. In anderen Teilen von Afrika und Südostasien steigt dagegen das Risiko für Dürren und Waldbrände.
