Laut der DWD-Bilanz sind rund 30 Prozent mehr Regen gefallen als im Schnitt in den Sommermonaten der letzten 60 Jahre. Wiesen und Wäldern half das Wasser nach drei zu trockenen Jahren beim Wachsen.
Bernd brachte Jahrhundertregen
In seiner Bilanz hebt der Wetterdienst das Tief Bernd hervor. Es hat Mitte Juli über Teilen von Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz einen "Jahrhundertregen" gebracht. Das Besondere: Es fielen innerhalb von 24 Stunden mehr als 100 Liter pro Quadratmeter, und zwar nicht nur vereinzelt, sondern auf einer großen Fläche. Die Starkregen- und Flutkatastrophe forderte mehr als 180 Menschenleben.
In Ostdeutschland aber teilweise weiter zu trocken
Doch auch in diesem Sommer gab es in Ostdeutschland Gegenden, wo zu wenig Regen gefallen ist, unter anderem in Vorpommern und im Thüringer Becken. Laut der DWD-Bilanz war der Sommer bundesweit gesehen aber trotzdem im Vergleich zu den letzten 60 Jahren im Mittel wärmer. Dabei schien die Sonne durchschnittlich viel.
Spitzenreiter Ludwigsburg
Der meiste Regen an einem Tag fiel Ende Juni in der Uckermark, in Ludwigsburg. Dort kamen pro Quadratmeter innerhalb von 24 Stunden knapp 200 Liter zusammen. Das entspricht 20 Zentimeter Wasser über der Erdoberfläche und ist mehr als ein Viertel dessen, was sonst in Deutschland im Schnitt in einem ganzen Jahr fällt.
