Teure Schokolade wegen schlechter Kakao-Ernte: Was für uns in erster Linie ein Luxusproblem ist, kann für Kakaobäuerinnen und -bauern die Existenz bedrohen.

Und offenbar kann starker Regen dem Kakao-Anbau genauso stark schaden wie Dürren. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von Forschenden aus den USA und Ghana im Fachmagazin PNAS: Starker Regen kann zum Beispiel während der Blüte die Pflanzen schädigen oder Pilzinfektionen begünstigen, wenn sich die Kakaofrüchte gerade entwickeln.

Für Ghana zeigt die Studie: Zu viel Regen in der Regenzeit und Dürre in der anschließenden Trockenzeit erklären zusammen rund zwei Drittel der jährlichen Schwankungen bei den Erträgen. Ähnliche Zusammenhänge fanden die Forschenden auch in Ecuador und Indonesien.

Wetterextreme wie Starkregen hängen laut den Forschenden teilweise mit Klimamustern wie El Niño zusammen - sie könnten deshalb Monate im Voraus vorhergesagt werden. Die Forschenden sagen, das würde Kakaobauern helfen, sich besser auf schwierige Erntejahre vorzubereiten.

Für Anbaugebiete in Westafrika ist es laut den Forschenden derzeit noch schwierig, Niederschläge und ihre künftige Entwicklung in Klimamodellen zuverlässig abzubilden. Regen und Dürren sind außerdem nicht die einzigen Probleme, mit denen ghanaische Kakaobauern zu kämpfen haben. Auch alternde Bäume, Goldabbau, Schmuggel, hohe Düngemittelkosten sowie Schädlinge und Krankheiten können die Erträge verringern.