Die Wissenschaftler haben Daten von mehr als zwei Millionen Gewittern in Afrika ausgewertet. Dabei zeigte sich: Entscheidend ist offenbar ein Zusammenspiel aus Bodenfeuchtigkeit und Wind. Wenn ein Gebiet sehr trocken ist und daneben ein Gebiet mit feuchtem Boden liegt, entsteht in Bodennähe eine leichte Luftströmung. Weht der Wind in höheren Luftschichten dann in die entgegengesetzte Richtung, kann das Gewitterwolken besonders stark anfachen. Die feuchte Luft am Boden wirkt dabei wie Treibstoff für das Gewitter.
Das neue Modell wurde im Fachjournal Nature vorgestellt. Langfristig könnte es helfen, Unwetter genauer vorherzusagen – vielleicht sogar mehrere Stunden im Voraus und auf wenige Kilometer genau. Gerade in Regionen wie Westafrika wäre das wichtig: Dort entstehen viele Niederschläge durch kurze, aber sehr heftige Gewitter.
