In der Nord- und Ostsee wird die Windkraft weiter ausgebaut - das ist ein Beitrag zur Energiewende.
Aber: Sehr viele Offshore-Windräder haben offenbar einen Einfluss auf das Wetter. Eine Studie des Helmholtz-Zentrums Hereon zeigt, dass es dann über dem Meer mehr regnen kann, und in den Küstenregionen weniger. Hinter den Anlagen ändern sich laut der Studie die Luftbewegungen und der Luftaustausch zwischen verschiedenen Schichten. Das führe vor Ort zu Wolken und Niederschlägen - und weniger Feuchtigkeit werde Richtung Küste transportiert.
Die Forschenden wählten ein bewusst extremes Ausbau-Szenario. Nämlich, dass wirklich alle Flächen in der Nord- und Ostsee ausgebaut werden, die irgendwie ausgewiesen sind für eine mögliche Windenergie-Nutzung. Dabei zeigte sich: 10 bis 15 Prozent weniger Regen könnten im Jahr 2050 in den Küstenregionen von Dänemark, Deutschland, den Niederlanden und Großbritannien ankommen. Noch ist allerdings unklar, welche Flächen tatsächlich bebaut werden. Das berechnete Extrem-Szenario geht deutlich über die aktuellen Ausbau-Pläne der EU hinaus.
