Wenn ein Unternehmen ein anderes kauft, dann hat das für die Angestellten oft große Nachteile.

Forschende der Uni Stockholm und der Rockwool Foundation Berlin haben mehrere tausend Firmenübernahmen in Schweden zwischen 1997 und 2018 ausgewertet. Ein Ergebnis: Wer wegen der Fusion einen neuen Job suchen muss, verdient im Schnitt 10 bis 17 Prozent weniger als bisher. Ältere Angestellte, Personal aus der Verwaltung und einfache Arbeiter und Arbeiterinnen werden bei einer Fusion überdurchschnittlich oft entlassen. Und bei denen, die im Unternehmen bleiben, werden Löhne gedrückt oder die Gehaltserhöhungen fallen niedriger aus.

Bei der kaufenden Firma steigt der Umsatz zwar, aber beide Unternehmen zusammen machen langfristig deutlich weniger Umsatz als zwei vergleichbare einzelne Unternehmen.

Klarer Gewinner ist das Top-Management der kaufenden Firma. Da steigt das Gehalt im Schnitt um 14 Prozent - laut Studie direkt finanziert durch die Gehaltskürzungen beim übernommenen Personal. Die Forschenden sagen, zum Teil saßen diese CEOs schon im Aufsichtsrat der gekauften Firma und wussten deshalb, wo man die Gehälter der einfachen Belegschaft drücken kann.

Die Studie wurde noch nicht von unabhängigen Fachleuten begutachtet.