Vom Karneval in Deutschland profitiert die deutsche Wirtschaft.

Das zeigt eine Prognose vom Institut der Deutschen Wirtschaft, über die die Rheinische Post berichtet. Die Ökonomen sagen, trotz einer kürzeren Karnevalszeit kann die Wirtschaft insgesamt mit zwei Milliarden Euro Plus rechnen.

Gastwirte, Kostüme und Kamelle

Beim Blick auf die unterschiedlichen Branchen liegen den IW-Angaben zufolge die Gastwirte vorn. Insgesamt fließen rund 900 Millionen Euro in die Gastronomie. Für Kostüme, Kamelle und andere Karnevalsartikel werden Einnahmen in Höhe von 400 Millionen Euro erwartet.

Für Transportmittel wie Bus und Bahn sind rund 290 Millionen Euro Umsatz berechnet, für Übernachtungen rund 210 Millionen Euro. Weitere 162 Millionen Euro fließen in Tickets und den Wagenbau, so die Analysten.

Köln profitiert besonders

Besonders stark vom Karneval profitiert die Stadt Köln. Dort rechnen die Wirtschaftsfachleute mit einem Umsatz von 850 Millionen Euro. Das wären etwa 40 Prozent des gesamten deutschen Karnevalsumsatzes.

Die Zahlen des Wirtschaftsinstituts zeigen auch, dass Karnevalstouristen in Köln für Übernachtungen mit deutlich steigenden Preisen rechnen müssen: In Köln kostet eine Übernachtung während der Hauptkarnevalstage im Schnitt fast 90 Euro mehr als im Vergleichszeitraum - ein Aufschlag von rund 66 Prozent.

Hotelpreise können auch sinken

In Städten wie Bremen oder Rottweil steigen die Preise um mehr als zehn Prozent. In Düsseldorf und Mainz sinken sie dagegen leicht. Das liege unter anderem daran, dass Düsseldorf und Mainz vor allem Besucher aus der Region anzögen, während Köln zahlreiche Gäste aus ganz Deutschland und dem Ausland verzeichne.