Zum ersten Mal seit fast 60 Jahren erlaubt Kuba die Zusammenarbeit zwischen privaten und staatlichen Unternehmen in sogenannten Joint Ventures.

Die Regierung hat ein entsprechendes Gesetz im Amtsblatt veröffentlicht. Es soll Anfang April in Kraft treten.

Die Joint Ventures sollen unternehmerisch unabhängig sein und sowohl die Zahl der Beschäftigten als auch deren Gehälter selbst festlegen können. Sie sollen auch nicht den Planungsregeln unterliegen, die einen Großteil der kubanischen Wirtschaft bestimmen.

Kuba wird kommunistisch regiert. Seit 2021 gibt es aber die Möglichkeit, ein kleines privates Unternehmen mit bis zu 100 Mitarbeitenden zu gründen. Letztes Jahr gab es fast 10.000 solcher Unternehmen - sie erwirtschafteten 15 Prozent des Bruttoinlandsprodukts.

Die USA hatten im Januar Öllieferungen an Kuba durch andere Staaten unterbunden. Kuba steckt in seiner schlimmsten Wirtschaftskrise seit über 30 Jahren, damals war die verbündete Sowjetunion zusammengebrochen. Der Karibikstaat unterliegt seit 1962 einem US-Wirtschaftsembargo - obwohl der Karibikstaat keine 150 Kilometer von der Südspitze des US-Bundesstaats Florida entfernt liegt.