Wenn es auf der Arbeit heiß ist, ist das nicht nur doof, sondern es kann auch gefährlich sein.

Bisherige Studien haben schon gezeigt, dass wir bei Hitze weniger produktiv sind. Ein Forscherteam hat jetzt in einer großen 20-Jahres-Studie in Spanien untersucht, ob sich Menschen bei extremen Temperaturen beim Arbeiten auch öfter verletzen. Dabei untersuchten sie nicht nur die Folgen von Hitze, sondern auch von Kälte.

Das Ergebnis: Hitze war schlimmer als Kälte. Von insgesamt fast 16 Millionen Arbeits-Verletzungen zwischen 1994 und 2013 hatten knapp drei Prozent mit extremen Temperaturen zu tun. Meistens ging es um Knochenbrüche oder offene Wunden.

Drei Prozent aller Verletzungen - das klingt erst mal nicht so viel. Aber laut den Forschern bedeutete das für die spanische Wirtschaft eine ganze Menge Fehltage und pro Jahr Extra-Kosten von rund 370 Millionen Euro. Die Forscher warnen auch, dass das Problem mit dem Klimawandel wachsen könnte - gerade im Mittelmeerraum.

Die Studie soll im Fachjournal Environmental Health Perspectives (DOI: 10.1289/EHP2590) erscheinen.