In Deutschland gibt es je nach Bundesland 10 bis 14 gesetzliche Feiertage pro Jahr - von Neujahr, über Ostern und den Tag der Arbeit bis zu Weihnachten und dem Tag der Deutschen Einheit.

Immer mal wieder wird diskutiert, was es die Wirtschaft eigentlich kostet, wenn wegen eines Feiertags pausiert werden muss. Eine neue Studie vom ZEW Mannheim zeigt jetzt: Gesetzliche Feiertage haben einen messbaren - aber begrenzten Effekt auf die Wirtschaftsleistung. Hochgerechnet aufs gesamte Jahr führt ein Feiertag laut der Analyse zu Einbußen zwischen etwa 0,06 und 0,28 Prozent vom gesamten deutschen Bruttoinlandsprodukt.

Ausgefallene Arbeitszeit wird oft nachgeholt

Wenn ein Feiertag dagegen auf einen Sonntag fällt, werden im verarbeitenden Gewerbe im Schnitt drei Prozent mehr Umsatz und etwa 2,5 Prozent mehr Arbeitsstunden pro Beschäftigten gemacht. Der Studienautor sagt aber auch, dass Unternehmen einen Teil der Produktion zum Beispiel durch Überstunden nachholen. Und in manchen Branchen wie dem Gastgewerbe kurbeln Feiertage den Konsum auch an. Unterm Strich sind die wirtschaftlichen Kosten von Feiertagen laut dem Forscher also nicht Null, aber überschaubar.