KI-Agenten machen ja selbst noch öfters Fehler, aber sie sind offenbar gut drin, Fehler aufzuspüren.

Das ist deutlich geworden, als Wissenschaftler KI genutzt haben, um alte Literatur zu überprüfen. Einige Fälle stehen in der Fachzeitschrift Nature. Zum Beispiel verlassen sich Chemiker seit rund 75 Jahren auf Literaturwerte für den Siedepunkt eines Moleküls. Damit identifizieren sie Substanzen und planen bestimmte Teile ihrer Versuche, wie etwa die Destillation. Ein Modell einer Künstlichen Intelligenz hat aber gezeigt, dass einige Zahlen in einer Datenbank von Anfang an falsch waren.

Ein theoretischer Chemiker, der in Hangzhou in China, arbeitet, hat das entdeckt. Mit seinem KI-Modell fand er auch weitere Fehler in älteren Artikeln und Nachschlagewerken. Einmal war es zum Beispiel ein Tippfehler, der sich einfach weiter verbreitete.

Ein Wissenschaftler aus Norwegen weist aber daraufhin, dass auch die Faktenprüfung der KI nicht unbedingt richtig sein muss und zum Teil Probleme erfunden werden. Menschen sollten solche Hinweise stets überprüfen, sagt er.