Schon länger wird deswegen untersucht, wie sich Yoga auf das Gehirn auswirkt. Ein Team von der Uni Sevilla hat jetzt in einer Überblicksarbeit 23 internationale Studien zusammengefasst, bei denen die Gehirne von gesunden Yoga-Teilnehmenden untersucht wurden. In manchen wurden die Gehirne von Anfängern und Fortgeschrittenen verglichen, in anderen wurde geschaut, wie sich das Training auf Hirnaktivität oder -struktur auswirkt.
Bei Yogaanfängern zeigten sich oft vorübergehende Veränderungen im Gehirn. Zum Beispiel war die Amygdala weniger reaktiv - also die Hirnregion, die bei Angst und Furcht eine Rolle spielt.
Bei den Erfahreneren wurde teils mehr graue Substanz in Hirnregionen wie dem Hippocampus gefunden, die fürs Verarbeiten von Emotionen und das Gedächtnis wichtig sind. Die Graue Substanz ist ein wichtiger Teil vom Zentralnervensystem und steuert die Hirnfunktionen.
Die Forschenden sagen, Yoga praktizieren wirkt sich auch auf den Geist aus. Wie sehr und worauf genau, hängt laut ihnen unter anderem davon ab, wie lange und intensiv man trainiert.
