Das hatte man schon länger vermutet - jetzt sagt ein Forschungsteam im Fachblatt Science Advances, dass es einen chemischen Nachweis dafür gefunden hat. Die Gruppe konnte Zahnschmelz-Proben untersuchen, von einem T-Rex-Skelett aus einem Museum in Kalifornien. Das Team hat analysiert, wie häufig im Zahnschmelz bestimmte, seltene Varianten von Kohlenstoff- und Sauerstoffatomen miteinander verbunden sind.
Warmblütige Tiere haben weniger solche Verbindungen in ihren Zähnen als wechselwarme. Das Ergebnis beim T-Rex entsprach dem eines Warmblüters. Die Forschenden nennen sogar eine konkrete Körpertemperatur: rund 36 Grad Celsius - etwa die von einem Elefanten, und nicht viel weniger als Thermometer bei uns Menschen anzeigen.
Das Team nimmt an, dass Tyrannosaurier vor etwa 66 Millionen Jahren als ziemlich flinke, energiegeladene Räuber oder Aasfresser unterwegs waren. Im Gegensatz zu wechselwarmen Sauriern - deren Körpertemperatur und Aktivität von der Umgebungstemperatur abhängt.
Lange Zeit ging die Paläontologie davon aus, dass alle Dinosaurier wechselwarme Tiere waren. Inzwischen ist aber die Theorie, dass sich die Saurier in zwei Gruppen aufteilten - und einige Arten wegen starker Klimaschwankungen zu Warmblütern wurden.
