Tatsächlich können bestimmte Faserproteine in unseren Haaren gut sein für unseren Zahnschmelz. Das schreibt ein internationales Forschungsteam im Fachmagazin Advanced Healthcare Materials. Die Forschenden hatten ein Material gesucht, dass unseren Zahnschmelz nachahmen und ihn vielleicht reparieren könnte. Denn bisher gilt: Wenn unser Zahnschmelz beschädigt ist, kann dieser Schaden nicht rückgängig gemacht werden.
Die Forschenden kamen darauf, Keratin zu testen - ein Protein, das unsere Haare und Nägel fester macht. In Tests haben sie Keratin aus Schafswolle zu feinem Pulver verarbeitet und daraus eine Zahnpasta hergestellt. Die haben sie an menschlichen Backenzähnen getestet, deren Zahnschmelz beschädigt war. Unterm Mikroskop zeigte sich: Das Keratin in der Zahnpasta bildete mit Mineralien aus Speichel eine zahnschmelzähnliche Schutzschicht um den Zahn. Die macht Zähne wohl sogar schmerzunempfindlicher.
Die Forschenden gehen davon aus, dass sich das Keratin aus Haaren gut eignet, um Zahnschmelz zu erneuern. Allerdings ist noch weitere Forschung nötig, bis so eine Keratin-Zahnpasta in den Handel kommen kann.
