Einfach noch schnell über die rote Ampel rauschen, rasen oder zu dicht auffahren - solches Verhalten im Straßenverkehr ist gefährlich, wird aber wohl immer häufiger.

Das bestätigt jetzt noch einmal eine Untersuchung der Björn-Steiger-Stiftung. Das Team dahinter hat knapp 1.000 Autofahrer und -Fahrerinnen befragt, auch nach der Motivation für riskantes Fahren. Die meisten sagten, dass sie vor allem dann Regeln missachten, wenn sie unter Zeitdruck stehen. Dann finden viele aggressives Fahrverhalten auch okay. Viele jüngere Befragte gaben auch zu, dass sie das Handy im Auto nutzen. Vor allem wenn sie Nachrichten bekommen, haben sie oft das Bedürfnis, sofort nachzuschauen und zu antworten. Und die Mehrheit der Befragten hält es in bestimmten Situationen für gerechtfertigt, dass sie sich nicht an die Straßenverkehrsordnung halten und eigene Interessen in den Vordergrund stellen.

Die Forschenden warnen, dass solche Einstellungen auch zu mehr schweren Unfällen führen können. Sie empfehlen mehr und striktere Verkehrskontrollen. Und Plakatkampagnen mit Tipps, wie Menschen ihren Zeitdruck verringern und ihren Alltag realistisch organisieren können.