Unser biologisches Alter scheint flexibler zu sein als bisher angenommen.

Das sagt Lara Puhlmann, die am Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften forscht. Sie und ihr Team haben sich Marker für das biologische Alter angeguckt. Das sind Telomere - die Schutzkappen von Chromosomen - und die Gehirnstruktur.

Die Forschenden fanden heraus, dass beides zusammenhängt: die Länge der Telomere und die Dicke der Großhirnrinde. Beides sind Anzeichen für biologische Jugend.

Interessant ist diese Forschung, weil sich die Länge der Telomere innerhalb von Monaten verändern kann: beeinflusst durch Lebensstil und Stress. Jetzt ist klar: Wachsen die Telomere, wird auch die Großhirnrinde dicker - ein Ort für wichtige Stoffwechselprozesse.

Was man genau tun muss, um biologisch jünger zu werden, können die Forschenden aber nicht sagen. Sie haben getestet, ob ein neunmonatiges Achtsamkeits- und Mitgefühls-Training etwas bringt, und dafür keine Hinweise gefunden.