Wer unter Zöliakie leidet, kann eigentlich nur eines tun: Gluten vermeiden, also keinen Weizen essen, keinen Roggen, keine Gerste. Eine andere Therapie gibt es nicht.
Jeder Hundertste Erwachsene weltweit hat diese Krankheit, oft allerdings nur mit leichten Symptomen - und bisher dachte man, dass sie durch Gendefekte ausgelöst wird. Forschende der New York University haben nun aber auch einen möglichen Zusammenhang mit giftigen Chemikalien entdeckt.
Pestizide und Teflonrückstände im Blut
Sie fanden heraus, dass Kinder und junge Erwachsene, die hohe Konzentrationen an Pestiziden oder Teflonrückstände im Blut hatten, doppelt so häufig an Zöliakie erkrankten wie Menschen ohne erhöhte Werte. Besonders gefährdet sind demnach Mädchen und Frauen.
Die Forschenden sagen selbst, dass weitere Studien nötig sind, um zu untersuchen, ob es tatsächlich einen kausalen Zusammenhang gibt zwischen diesen Chemikalien und Zöliakie. Für ihre Studie wurden auch nur 90 Probanden im Alter von 3 bis 21 Jahren untersucht. Die Forschenden wollen auch herausfinden, ob Pestizide möglicherweise noch mit anderen Autoimmunerkrankungen in Verbindung stehen.
