Zoom-Fatigue: Dieses Schlagwort ging während der Corona-Pandemie rum als Bezeichnung dafür, dass Online-Meetings besonders erschöpfend sind.
Dem widersprechen jetzt Forschende der Uni Mainz in einer kleinen Befragungsstudie. Sie sagen: Online-Konferenzen sind gar nicht anstrengender als Konferenzen in Präsenz. Meetings, die kürzer sind als 44 Minuten, sind sogar weniger erschöpfend als Treffen in Präsenz.
Ältere Untersuchungen hätten ihre Daten während der Corona-Pandemie erhoben - und vermutlich lag die damalige "Zoom-Fatigue" nicht an den Online-Meetings selbst, sondern an der Pandemie-Situation mit Lockdowns und weniger sozialen Kontakten, was den Spaß an der Arbeit versauert hat.
Die Forschenden haben für ihre Studie 125 Teilnehmende befragt, die an rund 950 Meetings teilgenommen hatten - mehr als 60 Prozent davon online. Gefragt wurde zum Beispiel, ob die Menschen neben dem Meeting andere Dinge erledigt haben, ob es Zeit für Pausen oder Bewegung gab und wie hoch das Erschöpfungslevel war.
