Zum ersten Mal weltweit hat die Zucht eines Wüstenchamäleons in einem Zoo geklappt.

Die Tiere haben ihre Heimat in den kargen Wüstenlandschaften Namibias und Südafrikas. Ihre Zucht und Haltung gilt wegen der extremen Lebensweise in den heißen und trockenen Regionen im südlichen Afrika als besonders anspruchsvoll. Ein Zoo aus Wien hat es jetzt aber als Erster geschafft, dass bei ihm Jungtiere geboren worden sind. Vorausgegangen war eine jahrelange Forschung.

Das Wüstenchamäleon lebt auf dem Boden. In den kühlen Morgenstunden ist es noch fast komplett schwarz. Mit steigenden Temperaturen tagsüber färbt es sich beinahe blendend weiß. So vermeidet es zu überhitzen. Das Chamäleon ernährt sich hauptsächlich von Laufkäfern, aber auch von anderen Reptilien und sogar eigenen Artgenossen. Flüssigkeit nimmt es über die Nahrung und eine besondere Technik auf: In den Morgenstunden sammelt es Nebelfeuchtigkeit auf seinem Körper und transportiert sie zum Maul.