Mehr als 800 Millionen Menschen weltweit haben Diabetes.

Die Zahl der Betroffenen, die an Typ-1 oder Typ-2-Diabetes leiden, hat sich somit vervierfacht - zwischen 1990 und 2022. Viele der Betroffenen sind nicht in Behandlung. Das zeigt eine Studie im Fachjournal The Lancet. Ein internationales Forschungsteam hat sie zusammen mit der Weltgesundheitsorganisation durchgeführt.

Die Zunahme liegt vor allem daran, dass es mehr Betroffene in Ländern mit niedrigem und mittleren Einkommen gibt. Auffallend ist, dass die Entwicklung je nach Region und sozialer Situation sehr unterschiedlich ist: Während sich zum Beispiel in Pakistan bei den Frauen die Häufigkeit von Diabetes von neun auf über 30 Prozent erhöht hat, gibt es in reichen Ländern wie Frankreich, Deutschland oder Dänemark kaum eine Veränderung.

25 Prozent und sogar einen noch höheren Anteil an Diabetikerinnen und Diabetikern gibt es etwa in pazifischen Inselstaaten, in der Karibik und im Nahen Osten. Die höchsten Diabetes-Raten in den hoch entwickelten Industrienationen weisen die USA auf.

In Deutschland leben fast 9 Millionen Menschen mit Diabetes. Dazu kommen schätzungsweise etwa zwei Millionen Menschen, die die Krankheit haben, ohne es zu wissen. Diabetes steht im Zusammenhang mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen und kann zu Gefäß- und Nervenschädigungen führen.