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Es gibt wenige Rennen, die wissenschaftlich so gut untersucht sind wie das Rennen der Spermien um die Eizelle.

Wer als erster da ist und es durch die Hülle der Eizelle zum Zellkern schafft, hat gewonnen. Das heißt aber anscheinend nicht, dass die Spermien vorm Endspurt nicht zusammenarbeiten können. Eine Physikerin hat gemeinsam mit Kollegen beobachtet, wie sich Spermien in einem Nachbau der weiblichen Fortpflanzungsorgane fortbewegen. Dabei müssen sie auf dem Weg zum Ei quasi gegen den Strom durch den Schleim schwimmen. Die Forschenden waren überrascht zu sehen, dass die Spermien dabei kleine Grüppchen bildeten: zu zweit, zu dritt oder zu viert. In weiteren Experimenten kamen die Spermien-Teams deutlich besser durch den Strom - alleine verloren sie eher die Richtung oder wurden weggespült. Ein Autor der Studie vergleicht die Spermien mit Profi-Radfahrern, die im Windschatten fahren. Das Team vermutet, dass die Zusammenarbeit aufhört, wenn die Spermien den Eileiter erreichen, wo die Gegenströmung schwächer ist und sie auch alleine klar kommen.