Abgesehen von einem Seitensprung hier und da sind sich Zwergpinguine oft ein Leben lang treu.

Manchmal klappt es trotzdem nicht. Dann trennen sich Brutpaare. Im Fachmagazin Ecology and Evolution schreibt ein Forschungsteam, dass hohe Scheidungsraten einer Kolonie nicht so gut tun. Das Team hat in Australien die größte Zwergpinguin-Kolonie der Welt über zehn Jahre beobachtet. In dieser Zeit kam es bei tausend Paaren zu etwa 250 Trennungen. Oft dann, wenn es in der Beziehung zu wenig Nachwuchs gab. Allerdings war danach der Bruterfolg in der Kolonie insgesamt auch erstmal geringer als sonst. Umgekehrt: Je weniger Trennungen pro Saison, desto mehr Nachwuchs hatte die Kolonie.

Das Forschungsteam schreibt, dass dieser Faktor einen sehr starken Einfluss auf den Bruterfolg der Kolonie hatte. Stärker als zum Beispiel Umweltfaktoren wie die Wassertemperatur im Meer. Oder wie lange die Pinguin-Eltern unterwegs waren, um Beute zu jagen.

Die Forschenden sagen, dass das Sozialverhalten von Vögeln stärker mit einbezogen werden sollte, wenn es um das Fortbestehen einer Art geht.